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GEDANKEN_spacerLOS

Geb’spacerdas Zepter nicht aus der Hand!

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Ausbeuter erbeuten Beutel, aber nicht in vollem Umfang. Die Inhalte gehören den Anderen. Einmal ein Platzhirsch, immer ein Wolf. Zwischendurch die Beißkraft einer Hyäne, manchmal lammfromm, sonst schlicht wie ein Schaf. Aggressiver als ein Hai, der Invasor. Nicht das Glück der Menschen ist in Gefahr, sondern ihre dezidierte Terror-Statistik. Erklärungen unterliegen der freiwilligen Zensur. Die Bedeutung hingegen geht zwangsläufig baden. Warum ein Unternehmer baden geht, weiß keiner so genau, am wenigsten seine Frau. Warum Kinder im Sommer baden gehen, wissen diese zu gut. Der, der Messers Schneide am eigenen Handgelenk kennengelernt hat, kennt sicher nicht die beste Freundin der Geliebten des Metzgers seines Nachbarn. Immer einen leckeren Braten, aber nur feiertags. In der Not fährt der Grieche ans Meer, um nicht zurückzukehren. Wer weiß schon, was Glück im Hier und Jetzt bedeutet, wenn er bereits mit einer einfachen chinesischen Bedienungsanleitung überfordert ist. Schwachsinnige Texte sind von Menschen, die sich als Kinder niemals auf dem Schulhof geprügelt haben.

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Fatalismus ist die große Angst, beim Eignungskrieg mit dem eigenen Säbel durchzurasseln. Der, der andere mit etwas Gutem überrollt, weiß nicht, was ihm selbst widerfährt. Nicht jeder weiß, was er tut, wenn man bedenkt, dass jeder ahnt, was er tun kann. Es ist nicht zu spät. Am Abend erlischt das Licht und alles ist gut. Am Morgen knipst jemand das Licht wieder an und der Wahnsinn beginnt von vorn. Wenn man nicht weiß, welche Meinung man hat, hält man besser die Klappe und geht mit dem Hund spazieren. Das ist eine wunderbare Gelegenheit über gutes Hundefutter nachzudenken. Wenn man aber keinen Hund hat, geht man wie der Grieche ans Meer, um dann dieses Mal, vielleicht zurückzukehren. Oder man geht wie der Unternehmer baden, um zu sehen, auf welche Liege man das eigene Handtuch legen kann. Die eigene Haltung weiß man erst, wenn man die richtige Halterung angebracht hat. Wenn man sein Ziel erreicht hat, merkt man, dass man gar nicht angekommen ist, an jenem geheimen Ort. Der Geheimdienst ist mancherorts der Dienst, der gewisse Menschen aufmerksam betreut, während sie online sind. Man bemerkt ihn nicht, deswegen ist er geheim. Wenn jemand ein persönliches Vorwort schreibt, hat er sicher etwas zu verbergen. Wenn er einen leeren Text schreibt, ist er ein Formalist, der sich offen zeigt. Wer im Verborgenen agiert, kennt nicht die heilende Wirkung von Vitamin D. Wer in der Öffentlichkeit mit Frische strotzt, kennt offenbar die Wirkung von Vitamin B.

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Man darf die Begeisterung, dass auch andere Recht haben könnten, niemals aufgeben. Sonst verliert man das Vertrauen in die eigene Entschlossenheit. Wer hat Angst vor dem schwarzen Mann? – Niemand! Und wer hat Angst vor R.T.E.? – Alle! Und wenn er kommt, dann gehen viele ... ins Gefängnis - und das für eine sehr lange Zeit! Wenn jemand eine Grube gräbt, fällt er selbst nicht hinein. Sondern der, der sich nachts heimlich, fast verblutet, an das Haus der Geliebten des Metzgers heranwagt. Alles, was wir je gelernt haben, ist vergessen, wenn wir tot sind. Nur die Erinnerung nicht - sie überlebt jede Eitelkeit. An manchen Tagen fühlt man sich wie leer. Das ist nur die pure Langeweile, als es noch das Paradies gab. Da hatte man genug zu essen und konnte nackt herumlaufen. Wenn man seinem Kind viel Liebe schenkt, will es mehr. Wenn man seinem Kind neue Turnschuhe mitbringt, fragt es nach der Marke. Wir wandeln auf Erden, um über die Liebe zu lernen. Welche Menschlichkeit bringt uns das auf Dauer bei? Am anderen Ende der Leitung erklingt eine Stimme, von der wir uns immer ein Bild machen. Zum Glück gab es zu manchen Zeiten von Heiligen kein Telefon. Mach’ dir kein Bild, sondern male lieber. Das Schlimme am Sterben ist, dass man nicht mehr träumen kann. Das Gute am Tod ist, dass man nicht mehr zur Arbeit muss.

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Wer dreckige Wäsche am besten zu waschen weiß, kann eine Reinigung eröffnen oder er macht etwas anderes mit Geld. Das Finanzamt geht grundsätzlich davon aus, dass jeder ein potenzieller Steuerhinterzieher ist, im Aquarium der kleinen Fische. Die großen Fische haben in dieser Begrenzung kein Platz. Wenn der Kontrolleur den Kontrolleur nicht kontrolliert, kontrolliert dieser ihn. Es heißt immer »Schlafen sie eine Nacht darüber«. Was ist aber, wenn man nicht mehr aufwacht? Wer nicht zur Wahl geht, geht lieber baden oder besorgt sich eine Sonnenliege. Am Ende eines langen Tages steht immer die Frage im Raum »Was ziehe ich morgen an?«. Wer zu lange vor dem Spiegel steht, könnte denken, dass sich das Spiegelbild merkwürdig verhält. Wer aber gar nicht vor dem Spiegel steht, weiß nicht, wohin sich seine Haltung bewegt. Wer stets gute Laune am Körper trägt, war noch nie bei den Näherinnen in Bangladesch. Jemand, der immer fröhlich ist, kennt nicht die heilende Kraft des Trauermarschs. Alles hat ein Ende, nur das Universum nicht.

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Ein Bankangestellter, der keine Ahnung von Geldgeschäften hat, macht meistens nach kurzer Zeit Karriere. Ein Angestellter hingegen, der elegant Geld zählen kann, bleibt lange Zeit hinter der Kasse. Apportierhunde sind wie Schauspieler. Sie sitzen da und warten geduldig auf ihren Einsatz. Wenn dieser dann kommt, reicht es meistens. Wenn das 3. Reich schon zu Ende ist, kommt danach das 4. Reich? Oder reicht das schon? Man muss die Schuld auch mal bei den Nachbarn suchen, oder nicht? Nichts ist so schlimm wie ein Weltuntergang, außer – man ist an diesem Tag wirklich schlecht gekleidet. Gehe hinaus in die Welt und suche nach dem Unsinn, der uns alle friedlich stimmt. Am Ende eines langen Tunnels ist immer Licht, sonst wäre er ein dunkler Brunnen. Jeder geht jedem fremd, nicht aber der Fremde. Der bleibt lieber in der Heimat bei Mama, wenn er noch eine hat. Liebe ist eine schwierige Angelegenheit. Einfach ist schließlich für Anfänger. Jede Beziehung hat zwei Seiten - die eine oder die andere. Egal, für welche Seite man sich entscheidet – der Mann muss immer den Müll runtertragen.

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Wohin die Liebe fällt, dort versickert sie im Boden. Wenn man sich am Rande des Wahnsinns befindet, sollte man zuerst eine sehr gute Tasse Darjeeling trinken, bevor man abstürzt. Wer zu viel denkt, fängt bei null an. Erst war die Idee, dann kam der Gedanke und schließlich folgte die Tat. Nach der Tat kam ein neuer Gedanke, dass man alles hätte anders machen sollen. Daraus ging die Einsicht hervor, dass man lieber stillhält. Und dann kam wieder eine neue Idee. Streber sind Menschen, die vergessen haben, wie schön ihre Kindheit vielleicht einmal war. Angesichts des Todes ist die harte Erektion vorprogrammiert. Am Tage der Eheschließung spürt man die letzten Atemzüge in Freiheit bevor man endgültig baden geht - ohne Wiederkehr. Die Eifersucht ist die süchtige Tochter des eifrigen Vaters, der seine Kinder mit Leidenschaft auf die Waldorfschule schickt. Der Bruder ist geheilt. Halbherzigkeit führt zu nichts. Enthusiasmus hingegen führt eleganter weise oft zu Halbwissen. Im Namen des Vaters, des Sohnes und der heiligen Hure ward der Anfang allen Anfangs. Ein Ansatz, der keiner ist, ist immer noch besser als eine Idee ohne Bedeutung. Manche Männer haben oft keine Eier in der Hose, außer dafür, unheimliche Kinder zu zeugen. Eine schwere Last zu tragen ist nicht für jeden leicht. Eine schwerwiegende Entscheidung zu treffen hingegen ist eine Last, die jeder tragen muss. Die Ausweglosigkeit ist die erkrankte Schwester der Verzweiflung, die in der Illusion lebt, dass es für sie noch Hoffnung gibt. Nicht jeder braucht den Schatten eines Anderen, um ins Licht zu treten. Wer die Welt verändern will, verändere zuerst sich selbst oder seine Frisur. Wer an die Macht der Anderen mehr und lieber glaubt als an die eigene, macht anderen und sich selbst so schnell nichts vor. Bedeutung kommt nicht von selbst, man muss dafür Etwas be:deuten. Das Gegenteil von Bedeutung ist nicht das in Vergessenheit geraten, sondern Egal.

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Sinn und Sinnlosigkeit sind Zwillinge, die sich nicht sonderlich gut leiden können. Sie haben dieselbe Mutter. Die Sinnlosigkeit ist befreundet mit der Ausweglosigkeit. Die beiden aber gehen sich gerne aus dem Weg, da es immer zu Streitereien um die gemeinsamen Kameraden Recht und Unrecht kommt. Wenn etwas Sinn macht, heißt es nicht, dass es auch Bedeutung hat. Wenn aber hingegen etwas Etwas bedeutet, so macht das Sinn, muss aber nichts bedeuten. Wer viel weiß, kann den Menschen helfen. Wer nichts weiß, geht in die Politik. Wissen schützt vor Unschuld nicht. Nur wer unschuldig ist, kennt die Wahrheit wie kein anderer. Wahrheit ist oberflächlich gesehen relativ, angesichts der Tatsache, dass die Welt ins bodenlose verschuldet ist. Ein Gläubiger weiß genau, woran er glaubt, wenn er vehement die eigene Zahlungsunfähigkeit ablehnt. So entsteht die Gier nach Zins, wieder und immer wieder. Zahle deine Schulden, sonst geht es in die Hölle. Das aber macht nichts, denn dort warten schon neue Freunde. Freunde sind wie Pilze, die wie Unkraut aus dem Boden sprießen, wenn es dir gut geht. Gute Freunde hingegen sind wie feiner Trüffel – man muss sehr lange nach ihnen suchen, auch wenn es einem richtig schlecht geht. Wenn an einem Ende der Welt ein Sack Reis umfällt, interessiert das am anderen Ende der Welt nicht die Bohne. Das Unschöne am Dilemma ist das Paradox, das mit der erkrankten Schwester der Verzweiflung befreundet ist, die ihrerseits ein gutes Verhältnis mit Buridans Esel pflegt.

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Die Realität ist eine gewissenhafte Sache, die man so oder anders sehen kann. Die Illusion hingegen verspielt sich im Alltag, so oder so. Es ist nicht alles Wahrheit, nur weil es ausgesprochen wird. Sätze wie »Ich will dich nicht vor den Kopf stoßen, aber …« verletzen ungemein. Man hält fein den Mund oder besucht einen Rhetorikkurs. Sätze wie »Ach, nimm das doch nicht so persönlich …« kränken auch sehr. Man hält gefälligst die Klappe oder macht selbst eine Therapie. Halbwissen in Form von Wahrheiten sind fromme Lügen, die auf schlechter Recherche festsitzen. Das macht kein gutes BILD, wenn man in den SPIEGEL schaut. Viele Menschen umgibt schlechte Energie. Da hilft auch gründliches Waschen nicht. Ausgesprochene Buchstaben sind wie magische Luft - einmal in die Welt gepustet sind sie von der Rückholgarantie befreit. Nur der, der was Schlechtes denkt, hatte einmal etwas Gutes im Sinn, und was Schönes vor. Böse Menschen haben Angst vor Liebe. Ich bin Gott und ich leben in mir. Ich bin Gott und ich leben in dir. Ich bin Gott und ich bin in ihr, endlich.

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Stacheldraht ist gefährlicher als alle Waffen dieser Welt. Wer Mauern errichtet, denkt nur an die eigene Seite. Wer Mauern niederreißt, denkt auch an seine Großeltern, die auf der anderen Seite umgekommen sind. Im Krieg ist die schlimmste Waffe machtlos, wenn der Kopf sich weigert, sie zu benutzen. Schmeiß die Knarre in den Dreck! Krieg hält Menschen oft beisammen, Frieden hingegen reißt sie irgendwann auseinander. »Die Welt von morgen überschüttet mich mit neuer Ungöttlicher Liebe, wenn ich nur fest genug glaube«, denkt der Agnostiker, während er seine Frau kräftig von hinten nimmt. Die Kunst ist ratlos, wenn es um das Eingemachte geht. Das Lachen ist gute Medizin. Doch welcher Arzt verschreibt gerne etwas, das nichts kostet. Der größte Unsinn in der Zeitgenössischen Kunst besteht darin, dass man der Fotografie ständig malerische Eigenschaften und Qualitäten attestiert. Die Malerei hat ihre sehr eigene Entstehung, die mit den Mitteln der Fotografie nichts gemein hat. Nebenbei erwähnt: Dreckiger Sex für Geld ist besser als die Geldwäsche des Vatikans; oder anders gesagt: Dreckiger Latex-Sex ist besser als die saubere Weste des Vatikans.

 

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